Beiträge vom Juli, 2009

Eltern der Dr. Karl-Kroiss-Schule wehren sich

Montag, 27. Juli 2009 14:51

Am Samstag ereignete sich in der Dr. Karl Kroiß Schule in Würzburg eine einmalige Aktion der Eltern gegen die bayrische Politik im Bereich Förderschulen. Eingeladen hatte der Elternbeirat der Schule. Auch an die Politik waren Einladungen zu dieser Veranstaltung versand worden. Der Veranstaltung beigewohnt haben, „Frau Marion Reuter (SPD Bundestagskanidat und selbst Rektorin einer Schule), Herr Patrick Friedl (Bündnis 90 die Grünen Bundestagskanidat, Landtagsabgeordneter, Kreisvorstand), Herr Michael Gerr (Bündnis 90 die Grünen, Mitglied im Behinderten Beirat, Stadtrat, Beisitzer im Kreisvorstand) und Herr Holger Grünewald (Linke, Bundestagskanidat, Stadtrat) 

Vorausgegangen war der jährliche Kampf der Dr. Karl-Kroiß Schule um Klassen und Lehrer. Die Dr. Karl-Kroiß-Schule ist eine Förderschule mit Förderschwerpunkt Hören. An dieser Schule in Würzburg werden auch Kinder mit autiditiven Wahrnehmungsstörung (AVWS) und Kinder und Jugendliche mit autistischem Verhalten unterrichten und seit Jahren erfolgreich Integriert. Dieses Jahr hat die Dr. Karl-Kroiß Schule 26 Klassen beantrag, 22 Klassen war die Vorgabe anhand von Trends der Regierung Unterfranken, bewilligt wurden 24 Klassen. Wie aus einem Schreiben von Ministrahlrätin Irene Schopf vom 30. Juni 2009 schon andeutete und durch das Schreiben der Regierung Unterfrankens von 24. Juli 2009 bestätig wurde ist zu prüfen ob für Kinder und Jugendliche mit autistischem Verhalten die Dr. Karl Kroiß Schule die geeignete Förderschule ist. Dies ist eindeutig ein Nichteinhalt der Kultusministerkonferenz 2000 „Die Empfehlungen der Kultusministerkonferenz beschreiben den Bildungsauftrag wie folgt: „Die Förderung von Kindern und Jugendlichen mit autistischem Verhalten erfordert eine Erziehung und einen Unterricht, die sich auf alle Entwicklungsbereiche beziehen. Für eine aktive Lebensbewältigung in größtmöglicher sozialer Integration und für ein Leben in weitgehender Selbständigkeit und Selbstbestimmung sind spezielle Eingliederungs- und Lernangebote erforderlich.“ (KMK-Empfehlungen 2000, S.384) 

Der Elternbeirat erörterte den anwesenden Gästen und Eltern, „dass es in der bayrischen Politik eine deutliche Überlegung gibt Förderschulen im Rahmen einer Integration abzuschaffen, während es in anderen Bundesländern und Staaten, die dies bisher getan haben (z.B, die Niederlande, Dänemark, Nord-Rhein-Westfalen) genau die gegenteilige Bestrebung gibt. Integration ist mit einer einhergehenden Verkleinerung der Schulklassen und bedeutend mehr pädagogischem Personal sicherlich erstrebens- und wünschenswert. Es gibt wohl Modelle mit maximal 25 Kindern und 2 Lehrkräften, die zusammen maximal 15 Wochenstunden integrativ unterrichtet werden und in den andere Stunden getrennt, mit maximal 4 Schülern für die Förderlehrkraft. Doch wird es immer Kinder geben, die nicht in die Regelschule integriert werden können und die auch das Recht auf einen Schulabschluss haben.“, der Elternbeirat geht sogar noch einen Schritt weiter und erklärte uns…… dass mit dem nicht bewilligen aller Klassen, den Eltern sogar das Recht über eine freie Schulwahl beschnitten wird. 

Alle anwesenden Politiker  gaben dem Elternbeirat recht. Patrik Friedl brachte es auf den Punkt um was es geht „Einfach nur um Geld – Einsparung von Kosten“

Allen anwesenden Gästen und Eltern wurden am Ende der Veranstaltung ein Brief, sowie eine Liste aller zuständigen Abgeordneten mit Adressen ausgehändigt, mit der Bitte diesen Brief an eine der Adressen zu versenden.

Unser Würzburg.de versucht den Eltern und der Schule beim Kampf „David gegen Goliath“ zu helfen in dem es diesen Brief sobald er Vorliegt zum download anzubieten. Ändern Sie den Brief auf ihre Anforderung ab und senden Ihn unterschrieben mit Adresse an Unser-Wuerzburg, Am Schenkenfeld 19, 97209 Veitshöchheim. Wir werden den Brief an einen zuständigen Abgeordneten weiterreichen.

Wir werden Nachberichten, auch erwarten wir noch eine Stellungnahme der Regierung Unterfranken.

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Wuerzburger Hafensommer 2009 – Eroeffnung

Montag, 27. Juli 2009 12:12

Wie im letzten Jahr zeigte sich der Hafensommer am ersten Abend im festlichen Gewand und öffnete Tore und Treppe mit einem großen klassischen Konzertabend. Dass die Karten dafür wenige Minuten nach Ausgabebeginn bereits vergriffen waren erklärt sich zwar vermutlich eher nicht mit der großen Zahl begeisteter Klassikliebhaber in Würzburg sondern eher damit, dass diese wie auch im letzten Jahr kostenlos zu haben waren. Aber immerhin gab die volle Treppe und Tribüne den passenden Rahmen für die festliche Eröffnung und es bleibt zu hoffen, dass man einen Großteil der Besucher auch an einem der andern Abende am Hafen wieder findet. Oberbürgermeister Georg Rosenthal und Kulturreferent Muchtar Al Ghusain bedankten sich denn auch bei der Spardabank als Sponsor des Abends für die Ermöglichung dieser Kulisse, aber auch bei den vielen anderen großen und kleinen Sponsoren, die  ein Festival dieser Art erst ermöglichen , das weniger auf den Kommerz zielt, als auf Förderung der Kunst und des kulturellen Lebens. Die Motivation der Stadt den Hafensommer nun bereits zum dritten Mal in dieser Form zu realisieren –so Al Ghusein- sei schliesslich nicht in erster Linie für Unterhaltung  und Entertainment zu sorgen, sondern abseits des Mainstream ein hochklassiges kulturelles Angebot für Bürger und Gäste der Stadt zu schaffen und den Veranstaltungskalender um ein Highlight zu bereichern. Mit dem  „Kulturquartier“ Würzburgs , das mit Kulturspeicher, Architektur des Heizkraftwerkes und auf absehbare Zeit mit der Frankenhalle als neuen Veranstaltungsort  um den Hafen geschaffen wurde habe man dafür eine bayernweit einzigartige Kulisse. Wer Klassik mag, der kam beim folgenden Konzert des Philharmonischen Orchesters unter Leitung von Viktor Aslund voll auf seine Kosten. Aber man musste nicht besonders konzertan bewandert sein um sich bei den bekannten Ausschnitten aus „Nussknacker“, „Peer Gynt“ und andere populären Werken von der Atmosphäre der Hafens und der Ausdrucksstärke der Musik gefangen nehmen zu lassen. Und wenn nicht von der Musik, dann vom galanten Moderator des Abends Johannes Engels, der es mit Charme und Wortwitz verstand sehr kurzweilig durch das Programm zu führen. Auf eine kleine „Europareise“ wollte er das Publikum mit seinen kurzen Einführungen zu Ursprung und Bedeutung der Stücke mitnehmen und angesichts der Jahreszeit in Urlaubstimmung versetzen. Wie schon im vergangenen Jahr mich das  Highlight des Eröffnungsabends.
Classic meets Jazz war das Motte der Veranstaltung – und so sollte der zweite Programmteil dem Jazz und Bossanova gewidmet sein mit Jazzsänger Peter Getz- dem Sohn des berühmten Stan Getz- als Solisten.  Leider musste ich aufgrund anderer Verpflichtungen zur pause gehen und konnte ich diesen wahrscheinlich fast spannenderen  Part des Abends ebenso wenig live vor Ort erleben wie die Auswirkungen des später einsetzenden Regens. Aber bis dahin hatten ich und ich denke auch viele andere einen schönen ersten Abend am Hafen, der auf jeden Fall Lust auf mehr gemacht hat
Text : Kitziblog Ein weiteren lesenswerten bericht findet ihr bei Wuerzblog

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