Fastnacht in Franken 2013
Montag, 4. Februar 2013 0:07
Thema: Events, Fotos - Bilder, Politik | Kommentare (0) | Autor: admin
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Sonntag, 6. März 2011 18:06
So geschehen im Bezirk Unterfranken. Ein 7 jähriger Junge mit einer Behinderung, laut Behindertenausweis von 50% ( Schwerhörigkeit und ADHS), müsste laut psychologischem Gutachten einen Schulbegleiter haben. Der Bezirk Unterfranken hat für 1 Stunde einen Sozialpädagogen abgestellt, der das Kind in der Schule beobachtete und zu dem Ergebnis kam, dass das Kind keinen Schulbegleiter braucht. Wie gesagt er hat das Kind eine Stunde in der Schule beobachtet und kommt zu einem ganz anderen Ergebnis als ausgebildete Psychologen, die mit dem Kind täglich zu tun haben. Der Schulbegleiter kostet 19,35 Euro die Stunde, dass Kind müsste ihn 15 Stunden in jeder Schulwoche in Anspruch nehmen
Der Bezirk hat hier eine Rechnung aufgestellt die so nicht sein kann. Es ist unmöglich, ein Kind nach einer 1-stündigen Beobachtung zu beurteilen (siehe Anhang Bericht des Bezirkes sowie Bericht der Psychologen). Boshaft formuliert, könnte man festhalten, dass die Regierung für die Rettung der LB Bank (schuldhaftes Verhalten der Manager) wesentlich mehr Zeit investiert hat als der Bezirk bei der Beurteilung über die Zukunft eines unschuldigen Kindes.
Das es dem Staat bedeutend mehr kosten würde, ein Kind ohne richtigen Schulabschluss, finanziell durchs Leben zu bringen, als die kostengünstigere Variante eines Schulbegleiters zu wählen, wurde vollkommen außer Acht gelassen.
Info:
Man muss man bedenken, dass der Junge eines der ersten ADHS Kinder in Deutschland wäre das einen Schulbegleiter bekommen würde. Diesen Anspruch haben bislang nur autistische Kinder. ADHS Kinder hingegen werden nur mit Ritalin vollgepumpt obwohl es hierüber keine Langzeitstudien gibt (In Amerika gibt es Studien die bis ca. 25 Jahre zurückreichen). Ausschlaggebend für die Entscheidung eines Schulbegleiters ist eine Empfehlung der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universitätsklinik Würzburg, diesem Kind kein Ritalin zu geben. Der Bezirk ignoriert Empfehlungen von Psychologen die mit dem Kind täglich zu tun haben und orientiert sich an einer Sozialpädagogin, die das Kind eine Stunde gesehen und danach im Schnelldurchgang beurteilt hat.
Fazit:
Bei Kindern mit Defiziten wird einfach mit dem Rotstift gestrichen. So also setzt der Bezirk seinen Auftrag „Integration von Kindern mit Behinderung“ um.
Entscheidung des Bezirkes
nochmals vielen Dank für Ihre Anfrage zu Name des Kindes.
Dazu nehme ich wie folgt Stellung:
Das Kind besuchte wegen seiner mittelgradigen Schallempfindungsschwerhörigkeit beiderseits, Störungen der Sprachentwicklung in mehreren Bereichen sowie einer Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung ab 12.09.2006 die schulvorbereitende Einrichtung der ********-Schule und die Tagesstätte der Stiftung Hör- Sprachförderung in Würzburg. Zum Schuljahr 2010/2011 wurde er in die *******-Schule eingeschult.
Zur Notwendigkeit und zum Umfang der beantragten Schulbegleitung erfolgte durch den sozialpädagogischen Fachdienst des Bezirk Unterfranken am 15.11.2010 eine Hospitation in der ******Schule. Das Kind zeigte sich als freundlicher und aufgeschlossener Junge mit hohen kognitiven Ressourcen, der auch ohne Schulbegleiter aktiv am Unterricht teilnehmen kann. Innerhalb der Strukturen der Klasse ist er durch klare Anweisungen seitens der Lehrkraft gut lenkbar.
Die in den vorliegenden Berichten bzw. Stellungnahmen der Einrichtung für notwendig erachtete enge Führung und Strukturierung durch einen Erwachsenen kann in vollem Umfang durch die Lehrkraft erfolgen. Selbst- und fremdgefährdetes Verhalten wird in keinem der vorgenannten Berichte beschrieben.
Ein Schulbegleiter ist damit zum erfolgreichen Schulbesuch aus Sicht unseres sozialpädagogischen Fachdienstes nicht notwendig. Eine Kostenübernahme seitens des Bezirk Unterfranken – Sozialverwaltung – ist deshalb auch nicht möglich.
Stellungnahme von Psychologen
Unterstützung im kommunikativen Bereich:
Pascal braucht mehr als andere hörgeschädigte Kinder eine Regulierung seiner auditiven Aufmerksamkeit durch Erwachsene. Er nimmt teilweise nur Reizwörter des Gesprochenen auf, achtet nicht auf den Gesamtzusammenhang und reagiert sofort und impulsiv falsch oder unangemessen. Durch klares Ausrichten seiner Höraufmerksamkeit auf eine Person, deutliche Wiederholungen und handlungsorientiertes zeigen, was seine Aufgabe ist, wird es Pascal überhaupt erst ermöglicht, zu verstehen worum es geht. Zusätzlich zu seiner Aufmerksamkeitsstörung zeigen sich enorme Lautdifferenzierungsprobleme, die ein Verstehen des Gesagten teilweise für Pascal mehr als bei anderen hörgeschädigten Kindern unmöglich macht. Er ist noch nicht fähig, sich zu erschließen, dass das, was er missverstanden hat nicht möglich sein kann und fragt nicht nach, sondern handelt für Außenstehende unverständlich und unangemessen. Die enge Führung auf sprachlicher, visueller und handlungsorientierter Ebene durch eine Person, die unmittelbar auf sein Missverstehen oder Nichtverstehen reagieren kann ermöglicht es Pascal seiner Begabung entsprechend zu verstehen und zu agieren. (Beispiel: Pascal zeigt mir den Inhalt seiner Schultüte, in der sich auch eine Schildmütze befindet. Ich sage zu ihm: „Oh…….und ne Kappe auch!“ Pascal sieht mich entsetzt an und sagt:“ Hundekacke auch!“)
Selbst- oder fremdgefährdendes Verhalten:
Aus der familiären Situation ist bekannt, dass Pascal in Konfliktsituationen handgreiflich wird und seinen Bruder schlägt. In SVE und in der Internatsgruppe wird deutlich, dass er in unbeobachteten Momenten zu gleichen „Konfliktlösestrategien“ greift und andere Kinder schlägt. Dabei achtet er nicht darauf, wie fest er zuschlägt oder wohin er schlägt. Verletzungen am Kopf oder an den Hörhilfen bei anderen Kindern sind bereits aufgetreten und möglich. Pascal stiftet weiterhin andere Kinder an, Gegenstände zu werfen, ohne Rücksicht darauf zu nehmen, wie gefährlich der jeweilige Gegenstand für andere Kinder ist. Eigenes Herumhantieren in der Steckdose oder andere Kinder dazu anstiften ist bereits aufgetreten. Pascal kann durchaus die Gefährdung seines Tuns für sich und andere kognitiv einschätzen, enge Begleitung und Führung mit Blickkontakt, verbalem Einhalten und körperlichen Stopps ist dennoch notwendig.
Seine Impulsivität muss ebenso in bezug auf seine eigene Gefährdung gesteuert werden: Pascal reagiert zu schnell, handelt nur mit Geschwindigkeit, ohne Gefahren einzuschätzen. (Beispiel: Beim Rollerfahren fährt Pascal mit einer enormen Geschwindigkeit, ohne dabei nach vorne zu schauen. Eigene Stürze und Kollisionen mit anderen Kindern sind ohne Stopps von einem Erwachsenen, der ausgesprochen Pascal im Focus hat vorprogrammiert.) Das bedeutet beim Rennen oder Springen kommt es zu Stürzen und zu gefährlichen Situationen, da er auch von Höhen springen würde, die er unterschätzt.
Der Umgang mit Messern oder anderen spitzen und scharfen Gegenständen geht nur in enger Begleitung mit Erwachsenen, da Pascal die in seiner Impulsivität die Gefährdung seiner selbst oder anderer nicht abschätzt.
zu der von Ihrer Sozialpädagogin Frau ******** angeführten Argumentation folgende Stellungnahmen:
ad 1.: „Innerhalb der Strukturen der Klasse ist er durch klare Anweisungen seitens der Lehrkraft gut lenkbar.“
Es zeichnet Pascal geradezu aus, dass er trotz seiner ADHS-Problematik gut lenkbar und führbar ist. In den Ihnen zugesandten Berichten wird deutlich, dass er diese Führung in hohem Maße braucht. Durchgängig enger Kontakt einer Bezugsperson ist notwendig, um Impulsivität, Strukturierung der Arbeitsweise, Verständnis, Handlungsplanung und Motivation von außen zu steuern, sodass Pascal zu Lernergebnissen seiner guten Begabung entsprechend geführt werden kann. Dies ist in einer Klasse durch eine Lehrkraft zu seinem eigenen Wohle und der Sorge um die anderen Kinder nicht durchführbar.
Durch seine Hörschädigung plus die bestehende Aufmerksamkeitsproblematik kommt es immer wieder zu Nicht-Verstehen und Missverständnissen, die aufgrund direkter Reaktion durch einen Erwachsenen insoweit beseitigt werden können, dass massive Verhaltensauffälligkeiten seitens Pascal vermieden werden.
Es ist unser Auftrag, pädagogische Mittel und Möglichkeiten auszuschöpfen und das Umfeld so zu gestalten, dass Pascal in seiner Persönlichkeitsentwicklung nicht gefährdet ist. Dies ist durch die Einsetzung eines Schulbegleiters im angegebenen Umfang zu gewährleisten. In Absprache mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie Würzburg ist eine medikamentöse Versorgung Pascals nicht indiziert, dies würde dem Kind unter Berücksichtigung seiner derzeitigen Lebensumstände (Schulbeginn, Trennung von der Mutter) nicht entsprechen (Arztbrief der Kinder- und Jugendpsychiatrie folgt).
ad 2.: „Selbst- oder fremdgefährdetes Verhalten wird in keinem der vorgenannten Berichte beschrieben.“
Als Anlage übersenden wir Ihnen nochmals die Berichte unserer Psychologin, in denen ausführlich und eindeutig selbst- sowie fremdgefährdetes Verhalten beschrieben wird.
Seit Februar 2005 ist Pascal an unserer Einrichtung bekannt, seit September 2006 besuchte er die schulvorbereitende Einrichtung und seit September 2008 besucht Pascal das angeschlossene 5-Tage-Internat. Aus dem häuslichen Umfeld, aus der SVE und dem Internat ist seit Jahren bekannt, wie sehr Pascal sich selbst und andere durch sein impulsives und körperlich aggressives Verhalten gefährdet. Nur durch enge pädagogische Begleitung und in enger Zusammenarbeit des Kindergartens, des Internates und des bereichsübergreifenden psychologischen Dienstes ist es handhabbar, Pascal und andere Kinder zu schützen und zu fördern. Diese enge Begleitung muss zum Schuleintritt weiter gewährleistet werden, im Unterrichtsgeschehen und in Freiräumen, wie Pause, Sport, Umkleidekabine oder Klassenzimmerwechsel.
Zum Wohle Pascals und um seine weitere Entwicklung nicht zu gefährden bitten wir Sie dringend Ihre beabsichtigte Entscheidung nochmals zu überdenken und einen Schulbegleiter für den Stundenumfang von 15 Stunden zu genehmigen.
Bisherige Untersuchungsergebnisse:
Bei dem genannten Kind besteht
• eine mittelgradige Schallempfindungsschwerhörigkeit beidseits (Landesärztliche Stellungnahme vom 21.07.2008)
• eine Sprachentwicklungsstörung in allen Bereichen und allgemeine Entwicklungsrückstände (Landesärztliche Stellungnahme vom 21.07.2008)
• eine einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ICD 10 F 90.0), Arztbrief der Kinder- und Jugendpsychiatrie vom 10.06.2008
• Bei der Testung mit dem HAWIVA III erzielte Pascal durchschnittliche Ergebnisse. (Testdatum: März 2009, Testdurchführung:)
Vorgeschichte:
Pascal war der Pädagogisch-audiologischen Beratungsstelle unserer Einrichtung seit Februar 2005 bekannt. Im Juli 2006 erhielt Pascal Hörgeräte.
Pascal wurde im September 2006 in die Schulvorbereitende Einrichtung und in die angeschlossene Heilpädagogische Tagesstätte aufgenommen. Zuvor besuchte der Junge eine Kinderkrippe und einen Regelkindergarten, wo er wegen seines fehlenden Dialog- und Kommunikationsverhaltens völlig überfordert war.
Pascal hat einen älteren hörgeschädigten Bruder, der ebenfalls unsere Schulvorbereitende Einrichtung besuchte und jetzt im dritten Schulbesuchsjahr an der ********-Schule ist. Seit September 2008 besuchen beide Brüder das Heilpädagogische Internat unserer Einrichtung.
Pascal wurde vom Schulbesuchsjahr 2009/2010 zurückgestellt.
Fachpädagogische Verhaltensbeobachtungen
Hör- und Kommunikationsverhalten
Pascal ist ein hörgerichtetes Kind mit einer sehr hohen, lauten Stimme. Es bestehen Wortschatzdefizite, ein Dysgrammatismus und eine Dyslalie. Pascal hat viel Spaß an Sprache, braucht aber viel Führung von Außen und eine reizarme Umgebung um sich auf sprachliche Anforderungen einlassen zu können. Seine Sprachwahrnehmung, Sprachproduktion und Aussprache hängen stark von seiner Aufmerksamkeit ab und schwanken zwischen korrekten Mehrwortsätzen und dysgrammatischen Satzbrocken.
Sozialverhalten
Pascal benötigt sehr enge Strukturen um sich angemessen in einer Gruppe zu verhalten. Enge Kontrolle und Begleitung durch einen Erwachsenen sind nötig, teilweise übernimmt er die Rolle des Gruppenkaspers. Pascal trägt Konflikte noch körperlich aus, bzw. resultieren diese aus seiner überschießenden Energie, die Pascal nicht ausreichend steuern kann. Pascal wird als Spielpartner im Freispiel ausgesucht – hier zeigt er jedoch wenig Ausdauer, hält sich nicht an die Regeln des Freispiels wodurch dieses schnell ausartet.
Lern- und Arbeitsverhalten
Pascal ist sehr leicht zu motivieren. Er zeigt jedoch noch keine stete Arbeitsleistung durch seine Steuerungsproblematik. Pascal reagiert sehr impulsiv und hat eine geringe Frustrationstoleranz. Er benötigt viel Begleitung durch einen Erwachsenen. Täglich wiederkehrende Strukturen und Abläufe kann er noch nicht sicher und selbständig einhalten. Der Junge sucht die Orientierung am Erwachsenen, hier reicht aber kein regulierender Blickkontakt aus, der Junge benötigt noch konkretes Eingreifen, bzw. Maßnahmen, um sich an vorgegebene Regeln und Strukturen zu halten.
Besonderheiten
Pascal ist in seinen Bewegungen sehr schnell und überspielt damit auch Koordinationsprobleme. Pascal erkennt oft keine Gefahrenquellen. Es passieren ihm viele „kleine Unfälle“.
Der Junge bekommt seit dem Schuljahr 2006/2007 Motopädie, Schwerpunkte: Lenkung der Aufmerksamkeit und Handlungsplanung.
Seit dem Schuljahr 2007/2008 erhielt er Logopädie.
Sonderpädagogischer Förderbedarf
Förderung in einer Kleingruppe
Ausbau von Dialogfähigkeit und Kommunikationsverhalten
Systematische Sprachförderung (Artikulation, Wortschatz, Grammatik) im kommunikativen und handlungsorientierten Kontext
Gezielte Förderung der Höraufmerksamkeit und der auditiven
Diskrimination
Gezielte Förderung der Mundmotorik
Gezielte Förderung der Fein- und Grobmotorik
Gezielte Förderung und Stabilisierung der Aufmerksamkeits- und Handlungssteuerung in einem klar strukturierten und überschaubaren Umfeld
Förderung der emotionalen Stabilität und Identitätsentwicklung als hörgeschädigtes Kind
Förderung von altersangemessenen Verhaltensweisen und einer altersangemessenen Selbständigkeit
Empfehlung für das Schuljahr 2010/2011
Pascal hat einen hohen Förderbedarf im Hören, der durch die Aufmerksamkeitsproblematik zusätzlich beeinträchtigt wird. Dieser Förderbedarf kann nur an einem Förderzentrum mit dem Förderschwerpunkt Hören erfüllt werden. Im Interesse einer bestmöglichen Förderung und Unterstützung Pascals und um die Erfüllung des Förderbedarfs zu gewährleisten, empfehlen wir die Aufnahme in die Eingangsklasse der *******-Schule ab September 2010 und weiterhin den Besuch des Heilpädagogischen Internats.
Für die Beschulung von Pascal in der ********-Schule ist eine enge Führung und Strukturierung durch einen Erwachsenen dringend notwendig. Entsprechend seiner guten Begabung ist es erforderlich, dass schulische Inhalte und Arbeitsanforderungen für ihn speziell aufgearbeitet und begleitet werden, sodass die Aufnahme und gezielte Bearbeitung im Schulalltag gewährleistet werden kann. Freiräume, wie Klassenzimmerwechsel oder Pause kann Pascal durch impulsive, unangemessene Kontaktaufnahme alleine nicht ohne Konflikte bewältigen. Um Pascal einen gelungenen Start in der Schule zu ermöglichen und sein weiteres Lernen in der Schule zu gewährleisten, ist enge Begleitung dringend erforderlich. In der Internatsgruppe während der Hausaufgabenzeit, in der Pascal jetzt schon speziell für das Kindergartenalter bestimmte Aufgaben zu erledigen hat, wird deutlich, dass er mit enger Führung fähig ist, gut zu lernen und Aufgaben zu erledigen.
Für den bevorstehenden Schuleintritt ist aufgrund der oben genannten komplexen Problematik die Einsetzung eines Schulbegleiters für die Dauer der gesamten Schulstunden am Tag unumgänglich. Dies ist Grundbedingung, einen angemessenen Schulbesuch und eine für Pascals gute Begabung entsprechende Förderung zu gewährleisten.
Diese Empfehlungen entsprechen den Wünschen der Eltern des Kindes.
Thema: Politik | Kommentare (1) | Autor: admin
Samstag, 24. Oktober 2009 15:20
Die Dr. Karl-Kroiß Schule unterrichtet seid ein paar Jahren in enger Zusammenarbeit mit Kinder- u. Jugendpsychiatrie auch Kinder und Jugendliche mit Autismus, genau hier will die Regierung nun ein Riegel vorschieben, laut Schreiben der Regierung Unterfrankens vom 24.07.09 darf die Dr. Karl Kroiß Schule ohne vorherige schulaufsichtliche staatliche Genehmigung keine Kinder mit Autismus aufnehmen. Was heißt dies im Einzelnen. Uns ist hier ein aktueller Fall bekannt. Ein autistisches Kind kam auf einer Realschule nicht zurecht, es wurde gemoppt u.s.w. die Eltern des Kindes wanden sich an die Dr. Karl-Kroiß Schule, das Kind absolviert nun eine 6- wöchige Probeschule auf der Dr. Karl-Kroiß Schule und kommt das erste Mal in den letzten Jahren in einer Schule und dem Umfeld zurecht. Nach der 6- wöchigen Probeschule muss die Dr. Karl Kroiß Schule ein Konzept mit Gutachten bei der Regierung einreichen und bis zur Genehmigung oder Ablehnung muss das Kind wieder an die Realschule zurück auf der es gemoppt wurde und nicht zurecht kam, dies ist in der heutigen Gesellschaft kaum zu glauben. Trotz Kultusministerkonferenz vom 16.6.2000 (s.a. KWMBl I vom 29. September 2000, S. 403 ff.) in der es heißt das jede Schule Kinder mit dem Krankheitsspektrum Autismus aufnehmen muss.
Hier wird eindeutig die freie Schulwahl der Eltern beschnitten.
Auch soll nur in Unterfranken ein Autismus-Kompetenzzentrum entstehen, da angeblich im rechtlichen Bayern keine Problematik mit autistischen Kindern besteht. Vielleicht liegt es daran dass Würzburg eine sehe gute Kinder- u. Jugendpsychiatrie, Psychosomatik u. Psychotherapie hat und mit Prof. Dr. Andreas Warnke eine Fachkraft auf diesem Gebiet. Sehr oft werden Kinder mit dem Krankheitsbild Autismus in Schulen für geistig gestörte abgeschoben und sind dort völlig unterfordert.
Thema: Politik | Kommentare (1) | Autor: admin
Montag, 27. Juli 2009 14:51
Am Samstag ereignete sich in der Dr. Karl Kroiß Schule in Würzburg eine einmalige Aktion der Eltern gegen die bayrische Politik im Bereich Förderschulen. Eingeladen hatte der Elternbeirat der Schule. Auch an die Politik waren Einladungen zu dieser Veranstaltung versand worden. Der Veranstaltung beigewohnt haben, „Frau Marion Reuter (SPD Bundestagskanidat und selbst Rektorin einer Schule), Herr Patrick Friedl (Bündnis 90 die Grünen Bundestagskanidat, Landtagsabgeordneter, Kreisvorstand), Herr Michael Gerr (Bündnis 90 die Grünen, Mitglied im Behinderten Beirat, Stadtrat, Beisitzer im Kreisvorstand) und Herr Holger Grünewald (Linke, Bundestagskanidat, Stadtrat)
Vorausgegangen war der jährliche Kampf der Dr. Karl-Kroiß Schule um Klassen und Lehrer. Die Dr. Karl-Kroiß-Schule ist eine Förderschule mit Förderschwerpunkt Hören. An dieser Schule in Würzburg werden auch Kinder mit autiditiven Wahrnehmungsstörung (AVWS) und Kinder und Jugendliche mit autistischem Verhalten unterrichten und seit Jahren erfolgreich Integriert. Dieses Jahr hat die Dr. Karl-Kroiß Schule 26 Klassen beantrag, 22 Klassen war die Vorgabe anhand von Trends der Regierung Unterfranken, bewilligt wurden 24 Klassen. Wie aus einem Schreiben von Ministrahlrätin Irene Schopf vom 30. Juni 2009 schon andeutete und durch das Schreiben der Regierung Unterfrankens von 24. Juli 2009 bestätig wurde ist zu prüfen ob für Kinder und Jugendliche mit autistischem Verhalten die Dr. Karl Kroiß Schule die geeignete Förderschule ist. Dies ist eindeutig ein Nichteinhalt der Kultusministerkonferenz 2000 „Die Empfehlungen der Kultusministerkonferenz beschreiben den Bildungsauftrag wie folgt: „Die Förderung von Kindern und Jugendlichen mit autistischem Verhalten erfordert eine Erziehung und einen Unterricht, die sich auf alle Entwicklungsbereiche beziehen. Für eine aktive Lebensbewältigung in größtmöglicher sozialer Integration und für ein Leben in weitgehender Selbständigkeit und Selbstbestimmung sind spezielle Eingliederungs- und Lernangebote erforderlich.“ (KMK-Empfehlungen 2000, S.384)
Der Elternbeirat erörterte den anwesenden Gästen und Eltern, „dass es in der bayrischen Politik eine deutliche Überlegung gibt Förderschulen im Rahmen einer Integration abzuschaffen, während es in anderen Bundesländern und Staaten, die dies bisher getan haben (z.B, die Niederlande, Dänemark, Nord-Rhein-Westfalen) genau die gegenteilige Bestrebung gibt. Integration ist mit einer einhergehenden Verkleinerung der Schulklassen und bedeutend mehr pädagogischem Personal sicherlich erstrebens- und wünschenswert. Es gibt wohl Modelle mit maximal 25 Kindern und 2 Lehrkräften, die zusammen maximal 15 Wochenstunden integrativ unterrichtet werden und in den andere Stunden getrennt, mit maximal 4 Schülern für die Förderlehrkraft. Doch wird es immer Kinder geben, die nicht in die Regelschule integriert werden können und die auch das Recht auf einen Schulabschluss haben.“, der Elternbeirat geht sogar noch einen Schritt weiter und erklärte uns…… dass mit dem nicht bewilligen aller Klassen, den Eltern sogar das Recht über eine freie Schulwahl beschnitten wird.
Alle anwesenden Politiker gaben dem Elternbeirat recht. Patrik Friedl brachte es auf den Punkt um was es geht „Einfach nur um Geld – Einsparung von Kosten“
Allen anwesenden Gästen und Eltern wurden am Ende der Veranstaltung ein Brief, sowie eine Liste aller zuständigen Abgeordneten mit Adressen ausgehändigt, mit der Bitte diesen Brief an eine der Adressen zu versenden.
Unser Würzburg.de versucht den Eltern und der Schule beim Kampf „David gegen Goliath“ zu helfen in dem es diesen Brief sobald er Vorliegt zum download anzubieten. Ändern Sie den Brief auf ihre Anforderung ab und senden Ihn unterschrieben mit Adresse an Unser-Wuerzburg, Am Schenkenfeld 19, 97209 Veitshöchheim. Wir werden den Brief an einen zuständigen Abgeordneten weiterreichen.
Wir werden Nachberichten, auch erwarten wir noch eine Stellungnahme der Regierung Unterfranken.
Thema: Politik | Kommentare (1) | Autor: admin
Donnerstag, 14. Mai 2009 15:07
89,9 Prozent der Mitglieder der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) in den Sozial- und Erziehungsdiensten haben sich für einen Streik ausgesprochen. Damit wurde das notwendige Quorum von 75 Prozent deutlich übertroffen. Die Urabstimmung, die am 7. Mai eingeleitet wurde, war gestern Abend abgeschlossen worden.
Mit diesem Ergebnis haben die bei ver.di organisierten Erzieherinnen, Sozialpädagogen und Sozialarbeiter deutlich gezeigt, dass sie bereit sind, für einen Gesundheitstarifvertrag zu kämpfen, um bessere Arbeitsbedingungen zu erreichen“, betonte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Achim Meerkamp heute in Berlin. Die Beschäftigten würden sich nicht länger von den Arbeitgebern hinhalten lassen, die die Verhandlungen immer wieder verzögert und damit den Streik provoziert hätten, erklärte der Gewerkschafter.
Am 18. und 19. Mai würde auch in Bayern gestreikt werden. Schwerpunkte seien hier insbesondere München und Nürnberg
Welche Streiks oder Aktionen in Würzburg geplant sind erfahren wir morgen und berichten nach
Nicht betroffen vom den Streik sind kirchliche und private Einrichtungen
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Dienstag, 21. Oktober 2008 16:22
Mit großer Anerkennung begrüßt der Ausländer- und Integrationsbeirat der Stadt Würzburg das couragierte Verhalten der Schwarzmann-Schwestern Margarete und Anneliese
Sie haben durch ihren Einsatz klargestellt, dass Toleranz und Mitmenschlichkeit unverrückbare Werte in unserer Stadt sind. Es gilt solche Beispiele der Zivilcourage herauszustellen, die insbesondere für Jugendliche ein Vorbild sind. Wir denken, damit haben Margarete und Anneliese Schwarzmann deutlich im Namen aller Würzburg demonstriert, dass in Würzburg kein Platz für Radikale ist. Wir sind diesen beiden Frauen sehr dankbar für ihre Recherche im Internet. So stellen wir uns Zivilcourage vor: „Aufspüren – benennen und zurückdrängen!” Eine Immobilie hat eine extreme Außenwirkung, auch auf das Umfeld, weil man sofort das Symbol aufnimmt, man hat es mit jemand zu tun, der ernsthaft etwas vorhat. Solche positiven Beispiele sollten für andere Bürger richtungweisend sein für eventuelle weitere Versuche der NPD Immobilien zu erwerben. Zivilcourage ist ein funktionierendes Gemeinwesen, eine unabdingbare Voraussetzung unsere Vielfalt in der Stadt zu bewahren.
Vorsitzende Antonino Pecoraro sieht dies als ermutigendes Zeichen, rechte Gruppierungen sollten sich merken – in Würzburg kann man sich nicht breit machen. Wir sprechen eine eindeutige Sprache und diese heißt .Nein! Unser Gremium wird dies mit allen Kräften unterstützen
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