Wuerzburger Hafensommer 2009 – Eroeffnung
Wie im letzten Jahr zeigte sich der Hafensommer am ersten Abend im festlichen Gewand und öffnete Tore und Treppe mit einem großen klassischen Konzertabend. Dass die Karten dafür wenige Minuten nach Ausgabebeginn bereits vergriffen waren erklärt sich zwar vermutlich eher nicht mit der großen Zahl begeisteter Klassikliebhaber in Würzburg sondern eher damit, dass diese wie auch im letzten Jahr kostenlos zu haben waren. Aber immerhin gab die volle Treppe und Tribüne den passenden Rahmen für die festliche Eröffnung und es bleibt zu hoffen, dass man einen Großteil der Besucher auch an einem der andern Abende am Hafen wieder findet. Oberbürgermeister Georg Rosenthal und Kulturreferent Muchtar Al Ghusain bedankten sich denn auch bei der Spardabank als Sponsor des Abends für die Ermöglichung dieser Kulisse, aber auch bei den vielen anderen großen und kleinen Sponsoren, die ein Festival dieser Art erst ermöglichen , das weniger auf den Kommerz zielt, als auf Förderung der Kunst und des kulturellen Lebens. Die Motivation der Stadt den Hafensommer nun bereits zum dritten Mal in dieser Form zu realisieren –so Al Ghusein- sei schliesslich nicht in erster Linie für Unterhaltung und Entertainment zu sorgen, sondern abseits des Mainstream ein hochklassiges kulturelles Angebot für Bürger und Gäste der Stadt zu schaffen und den Veranstaltungskalender um ein Highlight zu bereichern. Mit dem „Kulturquartier“ Würzburgs , das mit Kulturspeicher, Architektur des Heizkraftwerkes und auf absehbare Zeit mit der Frankenhalle als neuen Veranstaltungsort um den Hafen geschaffen wurde habe man dafür eine bayernweit einzigartige Kulisse. Wer Klassik mag, der kam beim folgenden Konzert des Philharmonischen Orchesters unter Leitung von Viktor Aslund voll auf seine Kosten. Aber man musste nicht besonders konzertan bewandert sein um sich bei den bekannten Ausschnitten aus „Nussknacker“, „Peer Gynt“ und andere populären Werken von der Atmosphäre der Hafens und der Ausdrucksstärke der Musik gefangen nehmen zu lassen. Und wenn nicht von der Musik, dann vom galanten Moderator des Abends Johannes Engels, der es mit Charme und Wortwitz verstand sehr kurzweilig durch das Programm zu führen. Auf eine kleine „Europareise“ wollte er das Publikum mit seinen kurzen Einführungen zu Ursprung und Bedeutung der Stücke mitnehmen und angesichts der Jahreszeit in Urlaubstimmung versetzen. Wie schon im vergangenen Jahr mich das Highlight des Eröffnungsabends.
Classic meets Jazz war das Motte der Veranstaltung – und so sollte der zweite Programmteil dem Jazz und Bossanova gewidmet sein mit Jazzsänger Peter Getz- dem Sohn des berühmten Stan Getz- als Solisten. Leider musste ich aufgrund anderer Verpflichtungen zur pause gehen und konnte ich diesen wahrscheinlich fast spannenderen Part des Abends ebenso wenig live vor Ort erleben wie die Auswirkungen des später einsetzenden Regens. Aber bis dahin hatten ich und ich denke auch viele andere einen schönen ersten Abend am Hafen, der auf jeden Fall Lust auf mehr gemacht hat
Text : Kitziblog Ein weiteren lesenswerten bericht findet ihr bei Wuerzblog





















