Festung erstrahlt in Gruen als Zeichen für mehr Menschlichkeit
Würzburg beteiligt sich am 30. November 2009 wieder am Aktionstag „Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe“. Die Stadt Würzburg wird gemeinsam mit rund 200 anderen Städten rund um den Globus am Welttag gegen die Todesstrafe 2009 aktiv ein Zeichen für das Leben setzen. In vielen Metropolen wird am Abend des 30. November ein charakteristisches Gebäude in der Farbe der Hoffnung angestrahlt – in Würzburg wird auf Veranlassung von Oberbürgermeister Georg Rosenthal die Festung wie in den vergangenen Jahren grün erleuchtet. Diese Geste soll für ein Thema sensibilisieren, das noch in zu vielen Ländern traurige Wirklichkeit ist. Gerade die europäischen Länder sind bemüht, für eine weltweite Abschaffung der Todesstrafe einzutreten. Für die Farbe sorgen über 40 Scheinwerfer, die von Mitarbeitern der WVV für diesen Zweck umgestellt werden. Sechs Scheinwerfer können nur vom Festungswall aus erreicht werden, so dass sich ein Mitarbeiter der Stadtwerke hierfür sogar anseilen und angurten muss.
Die internationale Bewegung gegen die Todesstrafe ist auf Initiative der Gemeinschaft Sant’Egidio und mit Beteiligung zahlreicher Vereinigungen zum Schutz der Menschenrechte, darunter Ensemble contre la Peine de Mort (zu Deutsch: gemeinsam gegen die Todesstrafe) und Amnesty International, entstanden. Im Juni 2001 fand in Straßburg der 1. Weltkongress gegen die Todesstrafe statt. Rom, Venedig, Barcelona und Washington D.C. sowie die Region Toskana haben sich als erste der Initiative angeschlossen. In Deutschland sind 115 Städte, darunter Berlin, München, Aachen, Köln und Weimar, Teilnehmer dieser Initiative für mehr Menschlichkeit. Der 30. November 1786 ist der Jahrestag des Dekrets, in dem das Gro*herzogtum Toskana als erster Staat der Welt erklärte, dass Folter und Todesstrafe abgeschafft sind. Mehr Informationen sind im Internet auf der Homepage der Gemeinschaft Sant’Egidio unter http://www.santegidio.de zu finden.





















